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Was ist die Kartennummer – So finden Sie sie auf Kredit- und EC-Karte

Leon Lukas Fischer Schneider • 2026-04-02 • Gepruft von Sofia Wagner

Die Kartennummer, fachlich als Primary Account Number (PAN) bezeichnet, bildet das Rückgrat der Identifikation bei Zahlungskarten. Diese eindeutige Zahlenfolge ermöglicht es Händlern und Banken, Transaktionen einem spezifischen Kartenkonto zuzuordnen, ohne dabei die Kontonummer oder IBAN des Kunden preiszugeben. Der Aufbau folgt strengen internationalen Standards, insbesondere der ISO 7812, die Länge und Struktur der Nummern weltweit regelt.

Meist 16-stellig, kann die PAN jedoch je nach Kartentyp zwischen 13 und 19 Ziffern umfassen. Sie befindet sich auf der Vorderseite der Karte, typischerweise hochgeprägt in vier Blöcken zu je vier Ziffern. Diese Anordnung dient nicht nur der Lesbarkeit, sondern erleichtert auch die maschinelle Erfassung durch ältere Imprinter-Geräte. Verivox erklärt, dass die Kartennummer vollständig unabhängig von der Kontonummer funktioniert und somit eine zusätzliche Sicherheitsebene im Zahlungsverkehr schafft.

Was ist die Kartennummer und welche Kernmerkmale definiert sie?

Definition

16-stellige PAN (Primary Account Number) nach ISO 7812

Standort

Vorderseite, hochgeprägt, unten mittig

Funktion

Eindeutige Kartenerkennung bei Transaktionen

Sicherheit

Prüfziffer nach Luhn-Algorithmus

  • Die Länge variiert zwischen 13 und 19 Ziffern, wobei Kreditkarten standardmäßig 16-stellig ausgegeben werden.
  • Die ersten sechs Ziffern bilden die BIN (Bank Identification Number) und identifizieren das kartenausgebende Institut.
  • Eine Prüfziffer am Ende der Nummer ermöglicht die sofortige Erkennung von Eingabefehlern.
  • Die PAN ist strikt von der IBAN zu trennen, die das Bankkonto und nicht die Karte kennzeichnet.
  • Moderne Chipkarten speichern zusätzliche dynamische Daten, die nicht in der geprägten Nummer sichtbar sind.
  • Für Online-Zahlungen wird neben der PAN eine dreistellige Prüfnummer (CVV/CVC) auf der Rückseite benötigt.
  • Girocards weichen mit 13 bis 19 Stellen vom Kreditkartenstandard ab und nutzen teilweise separate Online-Varianten.
Fakt Details Quelle
Offizielle Bezeichnung Primary Account Number (PAN) Wikipedia
Normierung ISO 7812 (international) ISO-Standard
Standardlänge Kreditkarte 16 Ziffern VR Bank
BIN-Bereich Visa Beginnend mit 4xxxx VR Bank
BIN-Bereich Mastercard 51–55xx VR Bank
Prüfalgorithmus Luhn-Formel (Modulo 10) Vexcash
Sicherheit Online CVC2 (3-stellig, Rückseite) VR Bank

Wie ist die Kartennummer aufgebaut?

Der systematische Aufbau der PAN folgt einer klaren Hierarchie, die Rückschlüsse auf den Kartentyp und das ausgebende Institut zulässt. Diese Struktur ermöglicht es Zahlungsterminals und Online-Systemen, die Gültigkeit einer Karte bereits anhand der Nummer zu prüfen, bevor eine Verbindung zur Bank aufgebaut wird.

Die Struktur nach ISO 7812

Die ersten sechs Ziffern der Kartennummer bilden die sogenannte Bank Identification Number (BIN) oder Issuer Identification Number (IIN). Dieser Block kodiert nicht nur die Bank, sondern auch den Kartentyp und den Hersteller. Visa-Karten beginnen beispielsweise stets mit einer 4, während Mastercard-Nummern zwischen 51 und 55 starten. American Express nutzt 34 oder 37, was auf die historisch 15-stellige Struktur dieser Karten verweist. Diners Club wiederum startet mit 30, 36 oder 38.

Erkennung des Kartentyps

Anhand der ersten Ziffern lässt sich der Zahlungsverkehrsdienstleister ermitteln, ohne die physische Karte zu sehen. Dies erleichtert Händlern die Vorsortierung von Transaktionen und die Anwendung gebührenspezifischer Regelungen.

Kontonummer und Prüfziffer

Auf die BIN folgen neun Ziffern, die die individuelle Kontonummer des Karteninhabers repräsentieren. Diese Kombination aus BIN und Kontoteil ermöglicht die eindeutige Zuordnung im weltweiten Zahlungsverkehr. Die letzte Stelle bildet die Prüfziffer, berechnet nach dem Luhn-Algorithmus. Dieser mathematische Check erkennt häufige Tippfehler wie vertauschte Ziffern oder Fehleingaben sofort, bevor eine Transaktion initiiert wird.

Wo befindet sich die Kartennummer und wie unterscheidet sie sich von anderen Nummern?

Die Lokalisierung der PAN ist auf den ersten Blick simpel, dennoch gibt es je nach Kartengattung relevante Unterschiede in der physischen Präsenz und Nutzung. Während Besitzer eines Pi Coin Wert in Euro digitale Geldbörsen prüfen, müssen Kartennutzer die physische Haptik ihrer Zahlungsmittel verstehen.

Position auf der Karte

Standardmäßig findet sich die Kartennummer auf der Vorderseite, unten mittig zwischen dem Namen des Inhabers und dem Ablaufdatum. Bei Kreditkarten und klassischen Debitkarten ist sie hochgeprägt, um eine Abdrucktechnik mittels Imprinter zu ermöglichen. Die Girocard, Nachfolgerin der EC-Karte, zeigt die Nummer ebenfalls auf der Vorderseite, kann dort jedoch zwischen 13 und 19 Stellen aufweisen und ist manchmal nicht hochgeprägt, sondern flach bedruckt.

Systematische Abgrenzung zur IBAN und Kontonummer

Eine häufige Verwechslung betrifft die Kartennummer und die IBAN. Während die 22-stellige IBAN das Bankkonto eindeutig identifiziert und für Überweisungen verwendet wird, dient die PAN ausschließlich der Kartentransaktion. Die Nummern sind nicht synchronisiert; eine Karte kann verloren gehen und durch eine neue PAN ersetzt werden, ohne dass sich die IBAN oder Kontonummer ändert. Western Union hebt hervor, dass Girocards primär für das deutsche Debitverfahren genutzt werden, während Kreditkarten ein zeitlich versetztes Zahlungsziel ermöglichen.

Welche Sicherheitsstandards schützen die Kartennummer?

Die Sicherheit der PAN hat sich über Jahrzehnte entwickelt und umfasst heute mehrere technische Schichten, die Missbrauch erschweren. Vom physischen Medium bis zur digitalen Übertragung existieren spezialisierte Schutzmechanismen.

Datenschutz bei der Weitergabe

Die Kartennummer sollte niemals unverschlüsselt per E-Mail oder Messenger verschickt werden. Bei Telefonbestellungen empfiehlt sich die direkte Eingabe über ein sicheres Tastenfeld, um Abhörmaßnahmen zu verhindern.

EMV-Chip und Magnetstreifen

Der EMV-Chip (Europay, Mastercard, Visa), der heute Standard ist, hat den unsicheren Magnetstreifen weitgehend verdrängt. Während der Streifen statische Daten speichert, die leicht kopiert werden können, erzeugt der Chip dynamische Transaktionscodes, die für jeden Bezahlvorgang einzigartig sind. Dies macht das sogenannte Skimming, also das Auslesen und Kopieren der Karte, wesentlich schwieriger. Experten von Vexcash betonen, dass der Chip damit das primäre Sicherheitsmerkmal moderner Karten darstellt.

CVV und CVC als Zusatzsicherheit

Die drei Ziffern auf der Rückseite (CVC2 oder CVV2) dienen ausschließlich der Authentifizierung bei Bestellungen, bei denen die Karte nicht physisch vorliegt. Diese Nummer ist nicht im Chip oder Magnetstreifen gespeichert, sondern lediglich aufgedruckt.

PSD2 und Tokenisierung

Die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 schreibt für Online-Zahlungen eine starke Kundenauthentifizierung vor, etwa durch Zwei-Faktor-Verfahren. Zusätzlich setzen moderne Systeme zunehmend auf Tokenisierung, bei der die echte Kartennummer durch einen einmaligen Code (Token) ersetzt wird. Diese Methode findet besonders bei mobilen Bezahllösungen Anwendung, wo die echten Daten verborgen bleiben, während ein Platzhalter die Funktion übernimmt.

Wie entwickelte sich die Kartennummer historisch?

  1. Diners Club führt die erste Kreditkarte mit einer 14-stelligen Nummer ein und begründet das moderne bargeldlose Zahlen.

  2. Visa und Mastercard etablieren sich mit dem 16-stelligen Standard, der später zur Norm wird.

  3. Der Luhn-Algorithmus wird als ISO-Standard für Prüfziffern übernommen.

  4. Umstellung der deutschen Eurocheque-Karte auf das Electronic-Cash-System.

  5. Einführung der Girocard als einheitlicher Nachfolger für Electronic Cash. Sparkasse erläutert die Symbolik der neuen Karten.

  6. EMV-Chips und Tokenisierung dominieren, während die Prägung der Nummer zunehmend an Bedeutung verliert.

Mythen und gesicherte Fakten

Um Fehlinformationen vorzubeugen, gilt es, häufige Missverständnisse gegenüber fundierten Erkenntnissen abzugrenzen. Nicht alles, was als selbstverständlich gilt, entspricht den technischen Realitäten des Zahlungsverkehrs.

Verbreitete Annahme Faktische Richtigstellung
Die Kartennummer enthält die IBAN. Falsch. PAN und IBAN sind vollständig getrennte Systeme ohne direkte mathematische Verbindung.
Alle Kartennummern sind 16-stellig. Falsch. American Express nutzt 15 Stellen, Girocards variieren zwischen 13 und 19 Ziffern.
Die Nummer ändert sich bei Kartenverlust nicht. Unklar/Teilweise falsch. Bei Neuausstellung nach Verlust oder Ablauf wird in der Regel eine neue PAN vergeben, während die Kontonummer konstant bleibt.
An der Nummer erkennt man Firmenkarten. Teilweise wahr. Die sechste Ziffer kann je nach Herausgeber Hinweise auf Zweit- oder Firmenkarten geben, ist jedoch kein universeller Standard.
Der Magnetstreifen ist das wichtigste Sicherheitsmerkmal. Falsch. Der EMV-Chip ist signifikant sicherer; der Magnetstreifen gilt als veraltet.

Die Bedeutung der Kartennummer im aktuellen Zahlungsverkehr

Im Spannungsfeld zwischen Benutzerfreundlichkeit und Betrugsprävention nimmt die Kartennummer eine zentrale Rolle ein. Während im stationären Handel der Chip oder das kontaktlose Bezahlen zunehmend die manuelle Eingabe ersetzen, bleibt die PAN im E-Commerce unverzichtbar. Hier müssen Verbraucher die Zahlenfolge sicher eingeben, ergänzt durch die Prüfziffer und oft weitere Authentifizierungsverfahren gemäß PSD2.

Die Trennung von Kartennummer und Kontodaten ermöglicht zudem flexible Produktwechsel. Ein Kunde kann seine Karte sperren lassen und eine neue erhalten, ohne sein gesamtes Konto zu wechseln oder Daueraufträge umzuleiten. Diese Modularität schützt vor Totalausfällen bei Verlust oder Diebstahl und erleichtert die Integration neuer Technologien wie der virtuellen Karten für einmalige Online-Einkäufe.

Quellen und fachliche Einordnung

Die Kartennummer dient als eindeutige Identifikation der Karte und ist strikt von der Kontonummer oder IBAN zu unterscheiden. Sie folgt dem internationalen Standard ISO 7812.

— Verivox Finanzlexikon

Die ersten sechs Ziffern (BIN) identifizieren den Aussteller sowie den Kartentyp und Hersteller, während die letzte Ziffer als Prüfziffer nach dem Luhn-Algorithmus fungiert.

— VR Banken

Zusammenfassung

Die Kartennummer (PAN) stellt ein fundamental differenziertes Identifikationssystem dar, das unabhängig von Kontonummern und IBANen funktioniert. Mit ihrer standardisierten Struktur aus BIN, Kontoteil und Prüfziffer ermöglicht sie sichere Transaktionen weltweit, während moderne Technologien wie EMV-Chips und Tokenisierung den Schutz vor Missbrauch kontinuierlich verbessern. Wer die Unterschiede zur IBAN versteht und die Sicherheitsmerkmale wie Pi Coin Wert in Euro kennt, navigiert den Zahlungsverkehr kompetenter – ähnlich wie beim praktischen Badewanne als Stauraum nutzen setzt auch hier fundiertes Wissen auf Alltagstauglichkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Kartennummer und IBAN?

Die Kartennummer (PAN) identifiziert die physische Karte für Transaktionen, während die IBAN das Bankkonto für Überweisungen kennzeichnet. Sie sind völlig separate Nummernsysteme.

Wie viele Ziffern hat eine Kartennummer?

Meist 16 Ziffern, aber je nach Kartentyp zwischen 13 und 19. American Express hat 15, Girocards können bis 19 Stellen haben.

Wo steht die Kartennummer auf der Karte?

Auf der Vorderseite, meist hochgeprägt in vier Blöcken unterhalb des Namens und links vom Gültigkeitsdatum.

Ist die Kartennummer bei jeder neuen Karte gleich?

Nein, bei Neuausstellung nach Ablauf oder Verlust erhält man in der Regel eine neue Nummer. Die Kontonummer bleibt jedoch identisch.

Was ist sicherer: Chip oder Kartennummer online eingeben?

Der Chip beim physischen Bezahlen ist sicherer als die reine Nummernübermittlung. Online schützt die zusätzliche CVV-Prüfziffer und PSD2-Verfahren.

Kann ich an der Nummer erkennen, ob es eine Firmenkarte ist?

Manchmal. Die sechste Ziffer kann je nach Bank Hinweise auf Zweit- oder Firmenkarten geben, dies ist jedoch nicht standardisiert.

Was bedeuten die ersten 6 Ziffern?

Dies ist die BIN (Bank Identification Number). Sie identifiziert das ausgebende Institut und den Kartentyp wie Visa oder Mastercard.

Leon Lukas Fischer Schneider

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